Das Wochenbett - Lottili

The postpartum bed

Wenn die Geburt geschafft ist, dann beginnt eine überwältigende und turbulente Zeit. Du lernst Dein neues Familienmitglied kennen und findest langsam in Deine Rolle als Mutter hinein. Auch für den Vater sind diese ersten Wochen mit dem Nachwuchs unendlich bewegend und voller neuer Erlebnisse. Sicher hast Du den Begriff „Wochenbett“ schon gehört, aber in unserer Kultur ist er tatsächlich nicht mehr so verbreitet, wie er es einmal war. In unserer pragmatischen und funktionellen Gesellschaft findet sich kaum der Raum oder die Zeit dafür, das Wochenbett zu praktizieren.

Was genau ist das Wochenbett?

Das „Wochenbett“ bezeichnet die erste Zeit nach der Geburt, in der Dein Baby und Du sich kennenlernen. Klassischerweise verbringst Du diese tatsächlich in oder auf dem Bett. Um Dich ganz Deinem Baby widmen zu können, reduziert eine junge Mutter im Wochenbett körperliche Anstrengungen und Unternehmungen auf ein Minimum.

Wie lange dauert das Wochenbett?

Klare Regeln für die Länge und Einhaltung des Wochenbetts gibt es nicht. Der Duden definiert die Dauer als „Zeitraum von 6 bis 8 Wochen nach der Entbindung, in dem es zur Rückbildung der durch Schwangerschaft und Geburt am weiblichen Körper hervorgerufenen Veränderungen kommt“. (1) In dieser Zeit steht die Mutter noch unter medizinischer Beobachtung, geht zur Nachsorge und erholt sich von der Schwangerschaft und der Geburt. Es gibt aber auch Frauen, die ganz auf das Wochenbett verzichten. Bei anderen dauert es ein paar Tage, bei wieder anderen mehrere Wochen.

Wie lange Du Dir für das Wochenbett Zeit nimmst, ist natürlich Deine persönliche Entscheidung. Viele Mütter entscheiden sich für das „Frühwochenbett“. Dieser Begriff bezeichnet die ersten 10 Tage nach der Geburt.

Warum empfehlen Hebammen und Ärzte das Wochenbett?

Das Wochenbett hat zwei wichtige Funktionen.

Erstens ist die Zeit nach der Geburt besonders wichtig, um eine feste Bindung zu Deinem Baby aufzubauen und zu stärken. Das Wochenbett bietet dazu den idealen Raum. Das Bett ist wie ein Nest, in das Du Dich mit Deinem Baby zurückziehst. Auch für den Vater ist das Wochenbett ein guter Anlaufpunkt, um Euren Nachwuchs kennenzulernen und sich zu Euch in diesen geschützten Raum zu begeben.

Zweitens braucht Dein Körper die Zeit der 6 bis 8 Wochen nach der Geburt, um sich von den vorangegangenen Strapazen zu erholen. Die Geburt ist ohne Frage eine sowohl körperliche als auch seelische oder emotionale Herausforderung. Das Wochenbett dient der Regeneration und der Erholung. Die Regeneration braucht viel Energie, so dass es hilft, wenn diese Zeit möglichst ungestört und ohne Ablenkungen verläuft.

Während dieser regenerativen Phase ist eine entspannte Schlafumgebung für Mutter und Baby von großer Bedeutung. Entdecke das klassische Federwiegen-Set, das dazu beitragen kann, eine ruhige und gemütliche Atmosphäre zu schaffen, damit du dich bestmöglich erholen kannst.

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Andere Kulturen

In anderen Kulturen spielt das Wochenbett eine deutlich größere Rolle als bei uns. In Asien existiert eine Tradition mit dem lustigen Namen „Mother-Roasting“. Hoffentlich brät niemand nicht aus Versehen wortwörtlich im Wochenbett! Der Gedanke dahinter ist aber schon, die Mutter durchgehend warm zu halten. Warme Speisen, warme Räume und entsprechende Kleidung helfen dabei. Viele Frauen aus der direkten Umgebung leihen helfende Hände, um die Mutter dabei zu unterstützen, sich zu erholen. Sie bekommt Massagen, frischen heißen Tee und stärkende Kräuterelixiere. Welch ein Luxus!

In China ist die Zeit nach der Geburt ein ernstes Thema. Die sogenannten „Wöchnerinnen“ sollen 30 Tage lang nicht das Haus verlassen und keine Tätigkeiten übernehmen. Nach alter Tradition begleiten zahlreiche Regeln diese Zeit: Fleisch essen, ebenso Brühen aus Fisch oder Ochsenschwanz und Eintöpfe mit Roten Datteln und Ingwer. In dieser Zeit sollte die Frau nicht duschen und auch keinen Besuch empfangen.

In Mexiko heißt das Wochenbett „Quarantäne“ und dauert 40 Tage. Die Wöchnerin verbringt die Zeit isoliert. Nur weibliche Familienmitglieder umgeben die Mutter, kochen, helfen im Haushalt und halten jede Anstrengung von ihr fern. Traditionell besucht nur die Hebamme als einzige haushaltsfremde Person die Mutter.

Je nach Sozialisierung, Gesellschaft und eigener Einstellung gibt es die unterschiedlichsten Formen des Wochenbetts. Wenn Du Interesse hast, lass Dich von anderen und von anderen Kulturen inspirieren. Das Wichtigste ist jedoch, dass Du auf Dich und Deinen Körper hörst. Wenn Du kannst, nimm Dir Zeit mit Deinem Baby und achte auf Dich. Du wirst den richtigen Weg finden.

DAS WOCHENBETT BEI LOTTILI

Wir werden uns in den nächsten Beiträgen noch ausführlicher mit dem Thema „Wochenbett“ beschäftigen. Wenn Du Lust hast, noch tiefer mit uns in die ersten Wochen nach der Geburt einzutauchen, dann bleib bei uns und schau immer mal wieder hier in unserem Blog vorbei. Wir freuen uns auf Dich.

Quellenangaben:
(1) https://www.duden.de/rechtschreibung/Wochenbett

Veröffentlicht am: 28.06.2023

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